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Ihr Motto: „Zeig mir, wie du isst, und ich sag dir, wie du bist.“ Und so ermahnte, korrigierte und ermutigte sie die 17 „Normal-Esser“, so dass ein Teilnehmer schon bei der Vorsuppe rief: „Ich mache alles, was sie sagen.“Bereits beim Sektempfang – der an diesem Abend aus Orangensaft besteht – lehrt Anke Willberg die erste Lektion: „Gläser werden am Stiel festgehalten.“ Am besten in der linken Hand, damit man die rechte zur Begrüßung parat hat. „Bei vielen Empfängen werden kleine Häppchen serviert“, ergänzt Willberg: „Die sollten sie weglassen, damit die rechte Hand frei bleibt. „Und auch wenn das viele gerne machen, das Brot sollte später nicht in die Sauce getunkt werden“, fügt Willberg an.

„Vergessen Sie nie, der erste Eindruck zählt“, sagt Willberg den Teilnehmern, von denen die meisten damit beschäftigt sind, ihr Sektglas unauffällig von der rechten in die linke Hand wandern zu lassen und dabei vor allem nur den Stiel zu berühren. Deswegen nie mit leerem Magen kommen.“ Eine Regel, die für die meisten Teilnehmer wohl zu spät kommt, deswegen machte sich Erleichterung breit, als Anke Willberg verkündet: „Jetzt können wir zu Tisch gehen.“ Endlich essen. Etikette bedeutet nicht bequem - und so müssen alle Teilnehmer ihre Hände auf den Tisch legen, die Ellbogen allerdings nicht. Kerim Yavuzaslan ist einer der Teilnehmer: „Für mich ist es das erste Mal und deswegen ist das Seminar sehr interessant.“ Die ersten Lektionen für den 17-jährigen Schüler: das Sektglas am Stiel festhalten und die Hände auf den Tisch legen. „Das hängt von ihrem Gastgeber ab“, antwortet Willberg.

Weitere Regeln vorab: Das Besteck wird von außen nach innen benutzt, Gläser werden von rechts unten nach links oben benutzt, vor jedem Schluck wird der Mund mit der Serviette abgetupft. „Das ist im ersten Moment unbequem, aber man gewöhnt sich dran.“ So geht es auch Markus Stankiewicz.

„Mir fallen hier viele Sachen auf, die ich in der Vergangenheit noch anders gemacht habe“, erklärt der 16-Jährige: „Zum Bespiel, dass ich das Brot abreißen muss.“Für Anke Willberg ist es nicht wichtig, dass die Teilnehmer alle Regeln beherrschen: „Sie sollen sich sicher fühlen und bei einem möglichen Geschäftsessen wissen, wie Sie sich verhalten sollen.“ Ob man die Regeln genau einhalten müsse, hänge immer von der jeweiligen Situation ab.

„Die Bottroper Teams haben dieses Jahr im verbandsweiten Vergleich sehr gut abgeschnitten“, lobte Diana Kölzow von der Sparkasse die Leistung der Teilnehmer.

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